Pavel Baleff

Ich hatte mehrfach Gelegenheit, Konzerte von Pavel Baleff mit der Philharmonie Baden-Baden zu hören, und ich war beeindruckt von der Qualität, die er mit diesem Orchester erreicht !“

Pierre Boulez, Paris, Brief vom 01.07.2011

Seit der Saison 2006/07 ist Pavel Baleff Chefdirigent der Philharmonie Baden-Baden, einem traditionsreichen Klangkörper, der seit 1854 in der symphonischen Besetzung existiert. Das Repertoire reicht von Barock bis zur Neuzeit.

Geboren in Bulgarien, studierte er an der Musikakademie Sofia. Nachdem er 1993 vom Bulgarischen Rundfunk als bester Jungmusiker ausgezeichnet wurde, ernannte ihn die Kammeroper Dresden zum musikalischen Leiter. Zuvor gewann er den 1. Preis beim internationalen Wettbewerb „Carl Maria von Weber“ in München sowie den 1. Preis der Herbert von Karajan-Stiftung. 2003 erhielt Baleff die höchstdotierte Auszeichnung für junge Dirigenten in Deutschland (Bad Homburg Dirigentenpreis).

Im Bereich Oper hat sich Pavel Baleff ein großes Repertoire angeeignet, das von den Barockopern Händels über die Belcantowerke bis zum Verismus und den großen Strauss- und Wagner-Opern reicht. So leitete er bereits über 50 Opernwerke, von Purcell über Lucia di Lammermoor, Norma, Eugen Onegin, Turandot, Boris Godunow bis Die Meistersinger, Walküre, Rosenkavalier, Elektra, um einige zu nennen. Seine punktgenaue, ebenso verlässliche wie empathische Stabführung kommt auch bei internationalen Stars wie Edita Gruberova, Ramon Vargas und Krassimira Stoyanova gut an.

Mit Wagners Rheingold, Walküre  und Siegfried setzte Pavel Baleff an der Nationaloper Sofia von 2010 – 2012 neue Maßstäbe. Nach Rheingold wurde Pavel Baleff zum Dirigenten des Jahres 2010 ernannt, eine der bedeutendsten Auszeichnungen des Bulgarischen Kulturlebens! Dazu die Presse: Opernglas: „Dirigent Pavel Baleff hat auch das Orchester zu erstaunlicher Hochleistung geführt. Überraschend, wie die Qualität der Wagnerischen Kunst sich auch hier tragfähig für neue Sichtweisen zeigt“.

Fabio Luisi holte Baleff nach Dresden an die Semperoper, wo er Wagners „Fliegender Holländer“, Mozarts „Zauberflöte“ und Verdis „Rigoletto“ leitete. Es war auch Pavel Baleff, der beim Open-Air Opernfestival Avenches (Schweiz) 2010 u.a. Lucia di Lammermoor dirigierte und so zum großen Erfolg beisteuerte. Dazu die Presse: Berner Zeitung: „Pavel Baleff hielt das Geschehen am Pult des präzis agierenden Festivalorchesters mit straffer Hand zusammen und gab den Sängern durch elastische Tempogestaltung die nötigen Freiräume“.

Baleff dirigierte auch bedeutende Orchester wie die Staatskapelle Dresden, das Leipziger Gewandhausorchester, das Münchner Runfunkorchester und das WDR Sinfonieorchester.

Die Einspielung des Labels Orfeo der „Slavic Opera Arias“ mit Krassimira Stoyanova mit dem Münchner Rundfunkorchester erhielt 2011 den Preis der deutschen Schallplatten-Kritik, Jahrespreis 2012 und den „International Classical Music Award  2012“„eine der künstlerisch herausragenden Neuveröffentlichungen“. Dazu die Opernwelt: „Das Münchner Rundfunkorchester unter Pavel Baleff begleitet liebevoll und filigran… Bestes Opernrecital des Jahres“.

Baleff leitete im April 2012 am Theater Bremen „Der Rosenkavalier“.

Baleff debütiert an der Oper Zürich im Jahr 2012 – 2013 mit drei Produktionen:
„Lucia di Lammermoor“, „Schwanensee“ und „Romeo und Julia“, auch am Bolschoi Theater Moskau debütiert er mit einer Operngala.

Im Jahr 2014 gab Baleff sein Debüt an der Hamburgischen Staatsoper, es folgten Konzerte mit Thomas Hampson, Luca Pisaroni, Veselina Kasarova, Diana Damrau, Piotr Beczala und Anna Netrebko.

Das Verdi Recital mit der Sopranistin Krassimira Stoyanova bei „ Orfeo“ unter seiner Leitung gewann erneut den Preis der deutschen Schallplattenkritik.

In 2015 dirigierte Pavel Baleff an der Oper Zürich „Leonce und Lena“ und Bartoks „Herzog Blaubarts Burg“ an der Oper in Montpellier. Mehrere Konzerte führten ihn erneut zum Orchestre National Montpellier, Orchestre Regional de Cannes, es folgten Wiedereinladungen zur Slowakischen National Philharmonie und zur National Akademischen Philharmonie Sankt Petersburg, Noord Nederlands Orchest, Mozarteum Orchester Salzburg, Eugene Symphony Orchestra USA, Musikkollegium Winterthur. Außerdem dirigierte er Operngala-Konzerte mit Krassimira Stoyanova und Thomas Hampson.

2016/2017 gab Pavel Baleff sein erfolgreiches Debüt an der Wiener Staatsoper mit Donizettis L’ELISIR D’AMORE. Weitere Highlights in dieser Saison waren sein Debüt an der Staatsoper Stuttgart mit „Romeo und Julia“, Konzerte mit Véronique Gens, ein Konzert in Los Angeles mit Diana Damrau und Nicolas Testé, ein Konzert mit Vesselina Kasarova in Baden-Baden und ein Konzert mit Thomas Hampson in Wien, sowie ein Benefizkonzert mit Diana Damrau für die Stiftung des früheren Bundespräsidenten Horst Köhler – die „Eva Luise und Horst Köhler Stiftung“.

Für die Spielzeit 2017/18 wird er außerdem wieder als Gastdirigent am Opernhaus Zürich tätig sein, diesmal in Produktionen von  „L ‚heure espagnole“, „L’enfant et les sortileges“ und „Schwanensee“. Im Herbst 2017 wird er außerdem Diana Damrau auf eine Tournee durch Asien begleiten.

In 2018/2019 wird er „Die tote Stadt“ an der Opéra de Limoges dirigieren.

 

Auszeichnungen:

2011 Preis der deutschen Schallplattenkritik für „Slavic Opera Arias“ mit Krassimira Stoyanova und Münchner Rundfunkorchester(Label Orfeo)

2010 Dirigent des Jahres in Bulgarien für die Premiere „ Das Rheingold“ an der National Oper Sofia

2003 Gewinner des Bad Homburger Dirigentenpreises – eine der höchstdotierten Auszeichnungen für jungen Dirigenten in Deutschland.

2002 Finalist des Dirigentenforums des Deutschen Musikrates

1999 1. Preis des 1. Dirigierwettbewerbs der deutschen Musikhochschulen in Weimar und Preis der „Herbert von Karajan“ Stiftung .

1996 1. Preis beim Internationalen Wettbewerb „Carl Maria von Weber“ in München.

Dirigent

Pavel Baleff


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