Florian Hoffmann

Geboren in Berlin, erhielt der junge Tenor Florian Hoffmann zunächst am Peter-Cornelius-Konservatorium in Mainz im Rahmen eines Vorstudiums eine Gesangs- und Klavierausbildung und gewann 1995 den Förderpreis des Kultusministeriums Rheinland-Pfalz. An der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin, an der er bis 2005 zuerst bei Prof. Renate Faltin, seit 2003 in der Klasse von Kammersänger Reiner Goldberg Gesang studierte, sang er u. a. den Albert Herring in Benjamin Brittens gleichnamiger Oper und den Florville in Rossinis Einakter IL SIGNOR BRUSCHINO.

Nachdem Florian Hoffmann im Sommer 2002 bei der ersten Ruhrtriennale in Essen in „Deutschland, deine Lieder“ mitwirkte, sang er den Iwanow in Lortzings ZAR UND ZIMMERMANN im Fürstentum Liechtenstein sowie den Alberto in Rossinis L’OCCASIONE FA IL LADRO in Berlin. Darüber hinaus ist er auch als Konzert- und Oratoriensänger tätig. So sang er u. a. in Beethovens C-Dur Messe, im Stabat Mater von Rossini sowie in Bachs Johannes-Passion. Zudem verbindet ihn eine rege Zusammenarbeit mit dem Konzerthaus Berlin, wo er im Januar 2004 in „Hin und Zurück“ von Paul Hindemith und in VERTRAUENSSACHE von Ernst Krenek mitwirkte sowie regelmäßig in „Papageno spielt auf der Zauberflöte“ zu hören ist.

Seit der Spielzeit 2005/2006 ist Florian Hoffmann Ensemblemitglied der Staatsoper Berlin, wo er bereits im Frühjahr 2003 im Rahmen einer Koproduktion als Aret in Haydns PHILEMON UND BAUCIS auftrat und im Juni 2005 als 1. Tourist in der Uraufführung von Hans Zenders CHIEF JOSEPH unter der Regie von Peter Mussbach zu erleben war. In der vergangenen Spielzeit debütierte er als Pong in TURANDOT, als Steuermann in Wagners DER FLIEGENDE HOLLÄNDER und als Hirt sowie Stimme eines jungen Seemanns in TRISTAN UND ISOLDE, dirigiert von Daniel Barenboim, als Raoul de St. Brioche in Lehárs Operette DIE LUSTIGE WITWE und Basilio in Mozarts LE NOZZE DI FIGARO. Bei den Festtagen der Berliner Staatsoper Unter den Linden 2008 debütierte er erfolgreich als David / MEISTERSINGER VON NÜRNBERG unter der Leitung von Daniel Barenboim, im Sommer 2008 sang er Heinrich, der Schreiber im TANNHÄUSER in Baden-Baden unter Philippe Jordan in der Inszenierung von Nikolaus Lehnhoff, die auch für DVD aufgezeichnet wurde.

Zur Spielzeiteröffnung 2008/09 sang er Jaquino in FIDELIO unter Daniel Barenboim bei der Live-Übertragung STAATSOPER FÜR ALLE auf den Berliner Bebelplatz, im November sang er in der in der vielbeachteten Uraufführung von Peter Ruzickas HÖLDERLIN. Im Juni 2009 debütierte Florian Hoffmann sehr erfolgreich als Pedrillo in der Neuinszenierung vom Mozarts „Entführung aus dem Serail“ (Regie: Michael Thalheimer) unter der musikalischen Leitung von Philipp Jordan an der Berliner Staatsoper Unter den Linden.

Im August 2009 debütierte er bei den Bayreuther Festspielen als Augustin Moser in Katharina Wagners DIE MEISTERSINGER VON NÜRNBERG und als Erik in Richard Wagner für Kinder – Der fliegende Holländer (Musikalische Leitung: Christoph Ulrich Meier, Inszenierung: Alvaro Schoeck). In der Spielzeit 2009/2010 er sang sehr erfolgreiche Konzerte im Konzerthaus Berlin unter Lothar Zagrosek und Dr. Blind in der Neuproduktion DIE FLEDERMAUS an der Berliner Staatsoper unter Zubin Metha.

Im Dezember 2010 debütierte Florian Hoffmann sehr erfolgreich als Tom Rakewell in der Neuinszenierung von RAKE’S PROGRESS unter der Leitung von Ingo Metzmacher an der Staatsoper Berlin. 2011 debütierte Florian Hoffmann als Andres in der Neuproduktion WOZZECK unter der Leitung von Daniel Barenboim.

2012 debütierte Florian Hoffmann sehr erfolgreich an der Vlaamse Oper Antwerpen als Ramon in der Welturaufführung von Christian Jost RUMOR.

2013/14  gab Florian Hoffmann sein Debüt am Théâtre Royal de la Monnaie in der Neuinszenierung LULU, sein Debüt als Steuermann in der Neuinszenierung DER FLIEGENDER HOLLÄNDER und als Kudrjasch in KATJA KABANOVA an der Staatsoper Berlin, sowie sein Debüt beim Festival Aix en Provence in der Neuproduktion ELEKTRA bei Patrice Chéreau.

In der Spielzeit 2014/15 sang er u.a. die Eröffnungspremiere an der Mailänder Scala mit Jaquino in FIDELIO unter der musikalischen Leitung von Daniel Barenboim, den Theseus in dem Education-Projekt „Was lauert da im Labyrinth?“ der Berliner Philharmoniker unter Sir Simon Rattle, die Partie des Tanzmeister in ARIADNE sowie Jack O’Brien/Tobby Higgins in MAHAGONNY an der Staatsoper Berlin.

Die Spielzeit 2015/2016 beinhaltete u.a. eine erneute Zusammenarbeit mit Sir Simon Rattle und den Berliner Philharmonikern in Manuel de Fallas einaktiger Oper El retablo de Maese Petro (Tenorpartie) im Rahmen der Philharmonie „Late Night“ am 4. Juni 2016.

Für die Berliner Philharmonie tritt er im Education-Programm als Sturm in Sir Peter Maxwell Davies Kinderoper DIE BEIDEN MUSIKANTEN unter Sir Simon Rattle auf.

An der Staatsoper Berlin sang er außerdem in folgenden Produktionen: als David / Die Meistersinger von Nürnberg, als Spoletta/ TOSCA, in Il trovatore, Juliette, Parsifal, Ariadne auf Naxos, La traviata und Le nozze di Figaro.

 

In der Spielzeit 2016/2017 wird er sowohl an der Staatsoper Berlin als auch am Gran Teatre del Liceu Barcelona (Patrice Chereau) in Elektra  singen.

Die Co-Produktion von Aus einem Totenhaus von Théâtre Royal de La Monnaie Brüssel und ROH London wird in den Spielzeiten 2017/2018 (London) und 2018/2019 (Brüssel) stattfinden.

 

 

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